Aktuelles 2008+2009

Pater Ulrich Schulte verabschiedet

In zehn Jahren unersetzlich gemacht
Pater Ulrich Schulte nimmt gerührt Abschied von seiner Oyther Mariengemeinde

 

Eine Rose von jedem Messdiener: Die Oyther verabschiedeten gestern ihren Pastor, Pater Ulrich Schulte, mit einem Festgottesdienst und einem Empfang im Gasthaus Sextro. Foto: Suffner

Vechta (su) - Die Messdiener bildeten auf dem Kirchplatz ein "Rosenspalier". Der Kinderchor besang - frei nach Reinhard Mey - die "Freiheit", die "über Füchtel grenzenlos sein" werde. Und die Reihe der Oyther, die ihrem Pastor im Saal Sextro noch einmal dankbar die Hand schütteln wollte, nahm kein Ende.
Mit einem Festgottesdienst und einem Empfang verabschiedete gestern die Altgemeinde St. Marien Pater Ulrich Schulte. Der Dominikaner aus Füchtel war zehn Jahre als Seelsorger im heutigen Gemeindeteil der Stadtpfarrei St. Mariä Himmelfahrt tätig. Nach Lehrertätigkeit am Thomas-Kolleg und Pastorendienst in Oythe geht der 75-Jährige in den Ruhestand - wenige Tage nach seinem Goldenen Priesterjubiläum.
"Ulrich wird nicht zu ersetzen sein", lobte Propst Kurt Schulte seinen Namensvetter, "der den Menschen immer ganz nah" gewesen und "im Herzen ein Oyther" geworden sei. Das Seelsorgeteam von St. Mariä Himmelfahrt werde auf seinen Spuren weiter gehen. "Es wird anders, aber nicht schlechter."
Helmut Brock dankte im Namen des Seelsorgerates der Stadtpfarrei für des Paters konstruktive Rolle im schmerzlichen Fusionsprozess der vergangenen Jahre. Der frühere Kirchenausschuss-Vorsitzende von St. Marien, Hans Holzenkamp, bilanzierte, "es hätte Oythe nicht besser treffen können" und bat Pater Ulrich darum, auch in Zukunft"mitten unter den Oythern zu bleiben". Als "Anwalt benachteiligter Menschen" und Ordensmann, "der auch anderen eine eigene Meinung zugesteht", charakterisierte der Vorsitzende des Männergesangvereins "Frohsinn", Heinz Höne, den scheidenden Seelsorger. Den Oyther Vereinen gegenüber habe er "stets ein offenes Ohr" gehabt.
Im Ruhestand will Pater Ulrich künftig stärker seinen kunsthistorischen Interessen nachgehen. So lud ihn Propst Schulte schon mal zu einer Pilgerfahrt ("Vielleicht nach Rom?") auf Kosten der Stadtpfarrei ein. Und die Oyther Vereine stifteten ein Navigationsgerät für Ulrichs "silbergrauen Flitzer".
"Sakristeispinne" Thea Böske, "Monsignore Amaretto" (Pater Karl Gierse) nebst Simultanübersetzer Josef Frieling, Männergesangverein, Frauenchor und Musikverein Oythe sorgten dafür, dass dem Dominikaner der Abschied richtig schwerfiel. "Vor allem wenn ich die Kinder sehe, die mir immer nur eine Freude waren, kommen mir die Tränen", dankte Schulte gerührt für lobende Worte und gute Wünsche und erntete nochmals langen Applaus.
OV 09.02.2009

Fotos vom Festgottesdienst und vom Empfang bei Sextro in der Fotogalerie !

ZURUECK

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