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Festhochamt des Propsteichores

 

"Propsteichor öffnet uns ein Stück des Himmels"
Mit einem Festhochamt erinnerte der Propsteichor an
seine Gründung vor 75 Jahren. Gesang sei nicht nur Zierde des Gottesdienst, sondern selbst Liturgie, so Propst Schulte. Fotos: mct
 
Vechta (mct) - Wer singt, betet doppelt: "Und deshalb sind wir dankbar, dass dieser Chor in unserer Mitte uns ein Stück des Himmels öffnet". So begrüßte Propst Kurt Schulte die Mitglieder des Propsteichores St. Georg Vechta am Sonntag beim Festhochamt anlässlich des 75-jährigen Chorjubiläums.
Gemeinsam mit dem Blechbläserquintett "Blechharmonie" gestalteten die 55 Sängerinnen und Sänger eine musikalische Messe - mit Ausschnitten aus der "Missa buccinata" von Christian Heiß sowie verschiedenen Stücken der Sankt-Thomas-Messe von Klaus Fischbach. Im Zusammenspiel mit den Bläsern entfaltete der Chor eine getragene und meditative Stimmung mit festlichem Charakter. "Wir sagen das Evangelium Jesu durch das Lied weiter", so Liesel Greve, Vorsitzende des Chores, "und wir sind dankbar für jeden Einzelnen, der sich durch die Liebe zur Musik einbringt". Sie nutzte den anschließenden Empfang im Kolpinghaus aber auch für einen Appell: "Wir sind dringend auf der Suche nach motivierten, jungen Sängern."
Dem konnte sich Propst Kurt Schulte, der auch Präses des Chores ist, nur anschließen. "Wir wären für die Gemeinde und für die Liturgie ein ganzes Stück ärmer dran, wenn wir den Propsteichor nicht hätten." Der Gesang sei also nicht nur eine Zierde des Gottesdienstes, sondern selbst Liturgie.
Und so könne die Musik auch ein Weg sein, Menschen Gott entdecken zu lassen. Chorleiter Rainer Sieb freute sich, bei dem Empfang einen Ausflug im kommenden Jahr anzukündigen: "Ich habe mit dem Propst gesprochen und vielleicht können wir im nächsten Jahr im Hohen Dom zu Münster eine Messe singen." Der Kirchenchor der Propstei gründete sich 1935 aus einem weltlichen Singkreis. Am 29. Juni 1935 sang der Singkreis am Fest Peter und Paul zum ersten Mal in St. Georg eine Mozartmesse. Das war die Geburtsstunde des heutigen Propsteichores.
Quelle: OV 21.06.2010

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