Aktuelles 2010 + 2011

 

Abschied von Kaplan Jan Kroeger

Oythe und Vechta muss man fühlen
Kaplan Jan Kröger verlässt Vechta nach 1170 Tagen/
Neue Herausforderung in Oldenburg


Gabenbereitung im neuen Gewand: Das violette Messgewand hat Jan Kröger als
Abschiedsgeschenk von der Gemeinde erhalten.


Bilder vom Gottesdienst und vom anschließenden Empfang jetzt in der
Fotogalerie.

Vechta — Die Entscheidung nach Oldenburg zu gehen, sei ihm nicht leicht gefallen, sagt Jan Kröger am Samstag bei sei­ner Verabschiedung aus St. Ma­riä Himmelfahrt in der Abend­, messe in St. Georg. Aber als er vor gut einem Jahr so mit sich haderte, sagte ein junger Mess­diener: „Mach Dir keine Sorgen, mit der Kirche, das wird schon wieder!" Da dachte sich Jan Krö­ger: „Wenn wir hier so tolle Leu­te haben, kann man sie auch ein Stück weit unbegleitet lassen."

Leicht scheint ihm der Ab­schied aus der Gemeinde trotz­dem nicht zu fallen. „Ich scheide mit einem weinenden und ei­nem lachenden Auge", sagt er. Weinend, weil er in Vechta so viele liebenswerte Menschen kennengelernt habe. Lachend, weil die neue Stelle in Olden­burg auch eine Herausforderung für ihn sei. Dort wird er eine Stelle als Stadtjugendpfarrer und Schulseelsorger übernehmen. Leicht hat ihm aber auch die Ge­meinde den Abschied nicht ge­macht: In St. Georg ist schon ei­ne halbe Stunde vor Beginn der Messe fast jeder Platz besetzt. Und es sind alle gekommen: Alle Messdienervorstände der Pfarr­gemeinde (Kröger: „Das ist längst nicht selbstverständlich"), Vereine und Verbände, wie die Malteser, Kolping, Frauenbund, Georgsritter, KKV Vechta, die Pfarrei St. Marien Oythe und KAB Maria Frieden und St. Georg. Die Priesterkollegen, die ihn in den dreieinhalb Jahren begleitet haben, feiern gemein­sam mit dem Kaplan seine letzte Messe in der Gemeinde: Propst Michael Matschke, Prälat Peter Kossen, Pfarrer Richard Büssing, Professor Dr. Friedrich Janssen und Pater Ulrich.

In seiner Predigt wirft Jan Kröger noch mal einen Blick zu­rück auf die 1170 Tage in St. Ma­riä Himmelfahrt. „Langweilig wurde es nie", rekapituliert er. Das lag vor allem auch an den vielfältigen Aufgaben: Dazu ge­hörten etwa der Dienst an den Schulen, die Tätigkeit als Lan­despräses der Landjugend, die Arbeit mit über 700 Messdie­nern und die Pfarrverwaltung in der Übergangszeit des Propst­wechsels. „Vechta und Oythe muss man nicht verstehen, Oy­the und Vechta muss man füh­len", sagte er abschließend. Beim anschließenden Emp­fang im Pfarrheim bedankten sich Propst Michael Matschke und Andreas Bröring, Vorsitzen­der des Gemeinderates bei dem scheidenden Kaplan. Wann die Stelle mit einem neuen Kaplan besetzt wird, konnten beide nicht sagen. Ihnen wurde mitge­teilt, dass frühestens nach Ostern ein neuer Kaplan einge­stellt wird. „Darauf vertrauen wir", so Matschke.

Quelle: OV 05.12.2011

 

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