Abschied von Kaplan Jan Kroeger |
Oythe und Vechta muss man fühlen
Kaplan Jan Kröger verlässt Vechta nach 1170 Tagen/
Neue Herausforderung in Oldenburg

Gabenbereitung im neuen Gewand: Das violette Messgewand hat Jan Kröger als
Abschiedsgeschenk von der Gemeinde erhalten.
Bilder vom Gottesdienst und vom anschließenden Empfang jetzt in der
Fotogalerie.
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Vechta — Die Entscheidung nach Oldenburg zu gehen, sei ihm nicht leicht gefallen, sagt Jan Kröger am Samstag bei seiner Verabschiedung aus St. Mariä Himmelfahrt in der Abend, messe in St. Georg. Aber als er vor gut einem Jahr so mit sich haderte, sagte ein junger Messdiener: „Mach Dir keine Sorgen, mit der Kirche, das wird schon wieder!" Da dachte sich Jan Kröger: „Wenn wir hier so tolle Leute haben, kann man sie auch ein Stück weit unbegleitet lassen."
Leicht scheint ihm der Abschied aus der Gemeinde trotzdem nicht zu fallen. „Ich scheide mit einem weinenden und einem lachenden Auge", sagt er. Weinend, weil er in Vechta so viele liebenswerte Menschen kennengelernt habe. Lachend, weil die neue Stelle in Oldenburg auch eine Herausforderung für ihn sei. Dort wird er eine Stelle als Stadtjugendpfarrer und Schulseelsorger übernehmen. Leicht hat ihm aber auch die Gemeinde den Abschied nicht gemacht: In St. Georg ist schon eine halbe Stunde vor Beginn der Messe fast jeder Platz besetzt. Und es sind alle gekommen: Alle Messdienervorstände der Pfarrgemeinde (Kröger: „Das ist längst nicht selbstverständlich"), Vereine und Verbände, wie die Malteser, Kolping, Frauenbund, Georgsritter, KKV Vechta, die Pfarrei St. Marien Oythe und KAB Maria Frieden und St. Georg. Die Priesterkollegen, die ihn in den dreieinhalb Jahren begleitet haben, feiern gemeinsam mit dem Kaplan seine letzte Messe in der Gemeinde: Propst Michael Matschke, Prälat Peter Kossen, Pfarrer Richard Büssing, Professor Dr. Friedrich Janssen und Pater Ulrich. In seiner Predigt wirft Jan Kröger noch mal einen Blick zurück auf die 1170 Tage in St. Mariä Himmelfahrt. „Langweilig wurde es nie", rekapituliert er. Das lag vor allem auch an den vielfältigen Aufgaben: Dazu gehörten etwa der Dienst an den Schulen, die Tätigkeit als Landespräses der Landjugend, die Arbeit mit über 700 Messdienern und die Pfarrverwaltung in der Übergangszeit des Propstwechsels. „Vechta und Oythe muss man nicht verstehen, Oythe und Vechta muss man fühlen", sagte er abschließend. Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim bedankten sich Propst Michael Matschke und Andreas Bröring, Vorsitzender des Gemeinderates bei dem scheidenden Kaplan. Wann die Stelle mit einem neuen Kaplan besetzt wird, konnten beide nicht sagen. Ihnen wurde mitgeteilt, dass frühestens nach Ostern ein neuer Kaplan eingestellt wird. „Darauf vertrauen wir", so Matschke. Quelle: OV 05.12.2011
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