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Ja ist denn heut' schon Weihnachten?
Aktion „Auf dem Weg zur Krippe“
auf dem Vechtaer Weihnachtsmarkt
Eine Krippe gehört ganz selbstverständlich zu Weihnachten. Aber was haben Maria und Josef samt Jesuskind schon Ende November auf einem Advents- und Weihnachtsmarkt zu suchen? So, wie es in Vechta in den vergangenen Jahren üblich war. Mitten zwischen Buden und Ständen fand sich vom ersten Advent an das komplette Krippen-Ensemble als Kulisse für vorweihnachtliche Stimmung. Viel zu früh. Oder?
So manches Kind mag gedacht haben: „Ja, ist denn heut schon Weihnachten?“. Und nicht nur Eltern fiel die Antwort schwer beim Anblick der kompletten Weihnachtsszene. Eine Gruppe aus der Vechtaer Mariä-Himmelfahrt-Gemeinde will daran in diesem Jahr etwas ändern. Mit der Aktion „Auf dem Weg zur Krippe“ soll auch an der Krippe auf dem Vechtaer Weihnachtsmarkt deutlich werden, dass der Advent eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung ist.
Die Weihnachtsgeschichte dürfe nicht zur Staffage verkommen, das ist ein Beweggrund für die Aktion. Das solle aber nicht heißen, dass eine Krippe auf einem Weihnachtsmarkt keinen Platz haben könne. Im Gegenteil: Die Organisatoren sehen sogar eine Chance darin, wollen dafür jedoch neue Wege gehen.
So wird diesmal nicht – wie sonst üblich - das komplette Krippen-Ensemble auf einmal auf dem Weihnachtsmarkt aufgestellt. Stattdessen soll das Ganze während der Wochen der Adventszeit nach und nach, Figur um Figur, ergänzt werden. Und erst ganz zum Schluss, kurz vor dem Heiligen Abend, soll das Jesuskind in die Krippe gelegt werden.
Die Gruppe hat dazu im Vorfeld Kontakt zu den Verantwortlichen der Stadt, den Schaustellern und der Kaufmannschaft aufgenommen und ist dabei auf offene Ohren gestoßen. Praktisch deutlich wird das zum Beispiel an den Figuren der Heiligen drei Könige, die bisher auch schon am 1. Advent bei der Krippe standen. Sie werden in Schaufenstern an der Großen Straße zu sehen sein und sich im Verlauf des Advents Fenster um Fenster dem Alten Markt nähern. Mit aktualisierten Hinweisschildern und Fotos sollen Besucher an der Krippe auf dem Alten Markt in Vechta auf die Aktion aufmerksam gemacht werden.
Gruppen und Vereine wollen eine Art Patenschaft für die einzelnen Figuren übernehmen - so soll die Maria bis zu ihrem „Umzug“ im Vechtaer Frauengefängnis aufgestellt werden. Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) beteiligt sich. Außerdem übernehmen auch das das Jugendförderwerk Vechta und die Liebfrauenschule Verantwortung für die Krippenfiguren. Einige dieser Institutionen wollen die Möglichkeit nutzen, sich in den Wochen vor dem Fest, mit ihrer Figur auseinander zusetzen.
Mit einer Aussendungsfeier am Freitag, 25. November, um 16.00 Uhr in der St. Georg-Kirche soll die Aktion starten.
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